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Die amerikanischen Präsidenten. 42 historische Portraits von George Washington bis George W. Bush.
von Jürgen Heideking
C.H.Beck 2002, 480 Seiten
Der Amerikanische Bürgerkrieg Teil 1 - 4
Die Videodokumentation über den Bürgerkrieg
• Sprache: Deutsch, • PAL, • Laufzeit: 540 Minuten, EUR 34,99
Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika
von Udo Sautter
Gebundene Ausgabe Kröner 1998, 639 Seiten


Hier wird noch ein wenig an der Spalte "Historisches / Bemerkenswertes" gewerkelt...

Die amerikanischen Präsidenten

Nr. Präsident Amtszeit Vizepräsident Partei Historisches / Bemerkenswertes
1 George Washington
*22.2.1732 - †14.12.1799
30.4.1789 bis 3.3.1797      John Adams F North Carolina (1789), Rhode Island (1790), Vermont (1791), Kentucky (1792) und Tennesee (1796) 1 werden Teil der Union. 1793 Neutralitätserklärung für die Kriege in Europa, 1796 "Farewell Adress": Warnung vor festen Bündnissen in Europa
2 John Adams
*30.10.1735 - †14.7.1826
4.4.1797 bis 3.3.1801 Thomas Jefferson F Bereits unter Adams beginnen die ersten Konflikte des Bundes mit den Südstaaten wegen der Alien Bill ( Zentralismus versus Partikularismus ).
3 Thomas Jefferson
*13.4.1743 - †14.7.1826
4.3.1801 bis 3.3.1809 Aaron Burr
George Clinton
J " Möglichst wenig Staat ", Bevölkerungsverdopplung, Beginn der Ausdehnung nach Westen über die Appalachen, 1803 wird Ohio Bundesstaat, im selben Jahr Erwerb Louisianas ( 18. Bundesstaat 1812 ) von Frankreich.
4 James Madison
*16.3.1751 - †18.6.1836
4.3.1809 bis 3.3.1817 George Clinton
Elbridge Gerry
J Madison betreibt die Eroberung Kanadas, scheitert und gerät in den zweiten Krieg mit England von 1812 bis 1814 (Friede von Gent). Zerstörung Washingtons und Verteidigung von New Orleans durch Jackson ("Old Hickory"). Indiana (1816) kommt zur Union.
5 James Monroe
*28.4.1758 - †4.7.1831
4.3.1817 bis 3.3.1825 Daniel D. Tompkins J 1819 wird Florida von Spanien gekauft, bleibt aber bis 1845 vorerst Territorium. Mississippi (1817), Illinois ( 1818 ), Alabama ( 1819 ), Maine ( 1820 ) und Missouri ( 1821 ) werden Bundesstaaten, im Missouri-Kompromiß 1820 wird zwischen sklavenhaltenden und sklavenfreien Staaten getrennt - dies bringt jedoch keinen Ausgleich in der Streitfrage. Die Monroe-Doktrin 1823 : "Amerika den Amerikanern !", gegen die Einmischung europäischer Mächte auf dem amerikanischen Kontinent gerichtet, wird später zur imperialistischen Politik des Big Stick in Südamerika führen.
6 John Quincy Adams
*11.7.1767 - †23.2.1848
4.3.1825 bis 3.3.1829 John C. Calhoun J Der Sohn von John Adams war ein außerordentlich gelehrter, polyglotter Jurist, der als glänzender Diplomat zuvor große Erfahrungen in der europäischen Politik sammeln konnte und in dieser Funktion dem jungen amerikanischen Staat viel Ansehen verschaffte. Als Präsident erwies er sich als strikter Anhänger der Neutralitäts- und Isolationspolitik, innenpolitisch als ein Vorläufer eines amerikanischen Nationalismus und Vertreter eines starken Staates. Adams war ein strikter Gegner der Sklaverei.
7 Andrew Jackson
*15.3.1767 - †8.6.1845
4.3.1829 bis 3.3.1837 John C. Calhoun, Martin Van Buren D Der "Held von New Orleans" hebt alle Wahlbeschränkungen auf und stellt durch die Einigung von Farmern und Arbeitern gegen das Kapital eine gewisse soziale Balance her. Doch mit seinem Demokratieverständnis beginnt auch das Spoil System (Beutesystem) : Beamtenposten werden mit Parteianhängern besetzt. Dieses System wird bis um Ende des Jahrhunderts in Vetternwirtschaft und Korruption auswuchern. Jackson steht besonders für die legalisierte, aber deswegen nicht minder unmenschliche Vertreibung der Indianer, namentlich der Cherokee, aus ihren Stammesgebieten.
8 Martin Van Buren
*5.12.1782 - †24.7.1862
4.3.1837 bis 3.3.1841 Richard M. Johnson D Van Buren suchte den Missouri-Kompromiß in der Sklaverei-Frage zu stärken, obwohl er selbst ein Gegner zumindest der Ausweitung der Sklaverei war. Doch seine Präsidentschaft, die er im Sinne Jacksons fortzuführen gedachte, wurde vor allem von der nationalen ökonomischen Krise von 1837 geprägt. Bemerkenwert ist seine Wahlniederlage 1840 ( Wahlmänner 234 to 60 gegen ihn, Gesamtstimmen 1,130 Mio zu 1,275 Mio für ihn), bei der es zum ersten Mal zu Wahlbetrug im großen Stil kam.
9 William Henry Harrison
*9.2.1773 - †4.4.1841
4.3.1841 bis 4.4.1841 John Tyler W Bei seiner Amtseinführung hielt Harrison, Kriegsheld aus dem Konflikt mit England 1812 - 1814, ein Rede im Freien, war jedoch trotz der eisigen Temperaturen nur leicht gekleidet. Einen Monat später starb er an den Folgen dieses Leichtsinns. Er ging traurigerweise als erster Präsident, der im Amt starb, in die Geschichte ein.
10 John Tyler
*29.3.1790 - †18.1.1862
6.4.1841 bis 3.3.1845 Kein Vizepräsident W Tyler - der erste Vizepräsident, der durch den Tod des Amtsinhabers ins Amt kam ( His accidency ), betrieb die Annektion der Republik Texas gegen den Widerstand der Abolitionisten (Sklavereigegner), die befürchteten, das damit die Sklaverei auch in den Westen getragen werden sollte
11 James Knox Polk
*2.11.1795 - †15.6.1849
3.4.1845 bis 3.3.1849 George M. Dallas D Wahrscheinlich der bisher erfolgreichste und am härtesten arbeitende Präsident, der das Gebiet der USA beträchtlich vergrößerte, dabei jedoch fast erneut in einen Krieg mit England geriet. Doch mit dem Oregon-Vertrag von 1846 wurde der 49. Breitengrad die Grenze zu Kanada - Polk konnte einen spektakulären Erfolg verbuchen. Mehr noch: 1845 wird die 1836 von Mexiko abgefallene Republik Texas Teil der Union. Darauf hin 1846 - 48 Texaskrieg mit Mexiko, Mexiko verliert alle Gebiete jenseits des Rio Grande, u.a. auch Kalifornien - ein besonderer Coup Polks: Dort wurde nämlich wenige Tage vor Abschluß des Vertrages von Guadalupe-Hidalgo Gold gefunden.
12 Zachary Taylor
*24.11.1784 - †9.7.1850
3.4.1849 bis 9.7.1850 Millard Fillmore W Die Amtszeit des populären Helden aus dem Texaskrieg war geprägt von heftigen Auseinandersetzungen über die Sklaverei und ihre Ausdehnung in die westlichen Staaten. Insbesondere von Texas aus drohte sich dieser Konflikt zum Bürgerkrieg auszuweiten. Taylor´s kompromisslose Haltung im Konflikt signalisierte Opposition gegen eine Ausdehnung, doch starb er auf dem Höhepunkt dieses Konfliktes. Das Highlight der kurzen Präsidentschaft Taylors war die Unterzeichnung des Clayton-Bulwer Paktes mit England.
13 Millard Fillmore
*7.1.1800 - †8.3.1874
10.7.1850 bis 3.3.1853 Kein Vizepräsident W Fillmore setzte sich für einen Kompromiss in der Sklaverei-Frage ein, was die Situation vorübergehend entspannte. Seine Regierung ermächtigte die Expedition des Kommodore Perry nach Japan ( 1852-54 ): Perry erzwang mit Gewalt die Öffnung des bis dahin hermetisch verschlossenen Landes und den Vertrag von Kanagawa 1854.
14 Franklin Pierce
*23.11.1804 - †8.10.1869
4.3.1853 bis 3.3.1857 William R. King D Pierce war wie Taylor ein "Held" des Krieges gegen Mexiko gewesen und wurde der bis dahin jüngste Präsident. In der Sklaverei-Frage versuchte er den schwachen und sichtlich brüchigen Kompromiß (Missouri) aufrecht zu erhalten, doch zeigte der Kansas-Bürgerkrieg (zwei Regierungen des Staates), daß dieser Konflikt weiter schwelte. Pierce hatte sich der Expansion der USA verschrieben, unterstützte die Expedition des Kommodore Perry und geriet über den Nicaragua-Vorfall fast in einen Krieg mit England. Seine Pläne, Kuba für die USA von Spanien zu erpressen / kaufen (Ostende-Manifest) endeten in einer schweren Beschädigung seiner Regierung.
15 James Buchanan
*23.4.1791 - †1.6.1868
4.3.1857 bis 3.3.1861 John C. Breckenridge D Der einzige Kandidat, der als Junggeselle Präsident wurde, begann seine Amtszeit vor dem heraufdämmernden amerikanischen Bürgerkrieg und ist oft - zu Unrecht - als Sündenbock für diese Katastrophe benannt worden. Buchanan - ein Gegner der Sklaverei, jedoch Befürworter eines Ausgleichs - stand zwischen der Skylla der Abspaltung der Südstaaten und der Charybdis der radikalen Abolitionisten. Er konnte in der Kansas-Krise zwar noch einen kurzfristigen Kompromiß finden und damit eine Abspaltung der Südstaaten hinauszögern, doch dieser Ausgleichsversuch kostete ihm in den Nordstaaten jegliches Vertrauen. Er stellte sich nicht zur Wiederwahl, die demokratische Partie wurde gespalten und der Republikaner Lincoln gewann.
16 Abraham Lincoln
*12.2.1809 - †15.4.1865 ermordet
3.4.1861 bis 15.4.1865 Hannibal Hamlin,
Andrew Johnson
R Abraham Lincoln war der Präsident des amerikanischen Bürgerkriegs (1861-65), der 1863 mit einem Federstrich die Sklaverei in den USA abschaffte ( später 113. Zusatzartikel der Verfassung ) und wie kein anderer für die Union der Staaten stand und den Glauben an diese Union auch in kritischen Situationen des Krieges nicht aufgab. Tatsächlich erwies er sich in den ersten Monaten seiner Präsidentschaft keineswegs als dem Amt gewachsen - sein Stil war gelinde gesagt unkonventionell, krass gesagt inkompetent. Die Vorzeichen für seine Präsidentschaft waren aber auch extrem schlecht: Bevor er auch nur ins Weiße Haus einziehen konnte, hatten sich die Südstaaten bereits zu einem eigenen Staat - den konföderierter Staaten - von der Union abgetrennt und mit Jefferson Davis einen Präsidenten ins Amt gebracht. Zudem waren die USA finanziell nahe am Bankrott, die Armee durch die Abtrennung extrem geschwächt. Am 12. April 1861 begannen die Südstaaten Fort Sumter zu beschießen. Damit begann der Bürgerkrieg, der zunächst für die desorganisierte, wenngleich zahlenmäßig weit überlegene Armee der Nordstaaten katastrophal verlief. Lincoln agierte als Oberbefehlshaber drastischer und mit mehr Machtbewußtsein als es je zuvor ein amerikanischer Präsident gewagt hatte: So setzte er z.B. die Habeas Corpus Akte außer Kraft, um Südstaaten-Sympathisanten auf dem Gebiet des Nordens umgehend aus dem Verkehr ziehen zu können. Außerdem maßte sich der militärisch unerfahrene Präsident die Strategiekompetenz an - dementsprechend schlecht verlief der Krieg auch zunächst. Erst die Schlacht bei Gettysburgh brachte die Wende. Die Einsetzung von Ulysses Grant als Befehlshaber erwies sich schließlich als Glücksfall, brachte dieser General doch endlich die Aktionen der Nordstaatenarmee in Synchronität und damit die Überlegenheit der Nordstaaten zur Geltung. Lincoln wurde am 15.4.1865 von dem Schauspieler John Wilkes Booth in Ford's Theater in Washington ermordet - dies geschah nur wenige Tage nach der Kapitulation der sezessionistischen Südstaaten im Appomatox Courth House.
17 Andrew Johnson
*29.12.1808 - †31.7.1875
15.4.1865 bis 3.3.1869 Kein Vizepräsident R Gegen Johnson scheiterte ein Impeachment (Staatsanklage zur Amtsenthebung). Alaska wird 1867 - gegen heftige Kritik - für 7,2 Mio $ von Russland gekauft. Goldfunde und Pelzhandel lassen den Kaufpreis später wie ein Taschengeld erscheinen.
18 Ulysses S. Grant
*27.4.1822 - †23.7.1885
4.3.1869 bis 3.3.1877 Schuyler Colfax,
Henry Wilson
R Die Präsidentschaft des populären ehemaligen Bürgerkriegsgenerals ist von Vetterwirtschaft, Korruption und Reaktion statt Aktion gezeichnet. Unter Grant wird im Westen der systematische Genozid an den Prärieindianern betrieben. Als General George A. Custer jedoch am 25.6.1876 ein Indianerlager am Little Big Horn angreift, erwarteten ihn nicht nur alte Männer, Frauen und Kinder, sondern tausende von Kriegern und die Vernichtung. Es ist mit über 200 Toten die schwerste Niederlage der US-Armee in den Indianer-Feldzügen - der Genozid an den amerikanischen Ureinwohnern geht jedoch weiter.
19 Rutherford B. Hayes
*4.10.1822 - †17.1.1893
4.3.1877 bis 3.3.1881 William A. Wheeler R
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20 James A. Garfield
*19.11.1831 - †17.9.1881 ermordet
3.4.1881 bis 17.9.1881 Chester A. Arthur R Garfield wurde am 2.7.1881 auf dem Bahnhof von Washington von einem offensichtlich geistig verwirrten ehemaligen Angestellten des Weißen Hauses, Charles Guiteau, in den Rücken geschossen. Daraufhin geriet er in die Behandlung von insgesamt ca. 25 Ärzten, die vergeblich und mit zum Teil verheerenden Folgen nach der Kugel im Körper des Präsidenten suchten ( Tödlich wäre das Geschoss offensichtlich nicht gewesen ) und dabei zahlreiche Infektionen verursachten, indem sie jeweils mehrfach ihre ungewaschenen Finger in die Wunde bohrten. Garfield - dem man einen erfolgreichen Kampf gegen die Vetternwirtschaft und Korruption zugetraut hatte - starb schließlich unter großer Trauer des ganzen Landes eher an den Folgen dieser Behandlung als durch das Attentat selbst.
21 Chester A. Arthur
*5.10.1830 - †18.11.1886
20.9.1881 bis 3.3.1885 Kein Vizepräsident R Arthur war ein zu Beginn unterschätzter Präsident, dem man nicht zutraute, das "Beutesystem" abzubauen. Doch er erwies sich als absolut fähig: So führte er mit dem Civil Service Act 1883 Eignungsprüfungen für Beamte ein und stopfte auf diese Weise ein Loch im System, durch das Vetternwirtschaft gedeihen konnte.
22 Grover Cleveland
*18.3.1837 - †24.6.1908
4.3.1885 bis 3.3.1889 Thomas A. Hendricks D Mit zwei durch einen anderen Präsident getrennten Amtszeiten ist Cleveland der einzige Präsident, der noch einmal ins Amt zurückkehrte
23 Benjamin Harrison
*20.8.1833 - †13.3.1901
4.3.1889 bis 4.3.1893 Levi P. Morton R In die Amtszeit Harrisons fällt auch das letzte große Massaker 1890 an unbewaffneten Indianern am Wounded Knee.
24 Grover Cleveland
*18.3.1837 - †24.6.1908
4.3.1893 bis 3.3.1897 Adlai E. Stevenson D 1895 kam es auf Kuba zum Aufstand gegen die Kolonialmacht Spanien. Die amerikanische Presse ( Hearst, Pulitzer ) setzte sich vehement für eine Unterstützung der Rebellen ein.
25 William McKinley
*29.1.1843 - †14.9.1901 ermordet
4.3.1897 bis 14.9.1901 Garret A. Hobart, Theodore Roosevelt R In seine Amtszeit fiel 1898 der "Zeitungskrieg" gegen Spanien - ausgelöst oder begründet mit der ungeklärten Explosion des amerikanischen Kriegschiffes Maine in einem kubanischen Hafen. Die amerikanische Presse (Zu einer kleinen Geschichte der Massenmedien siehe hier) drängte schon lange auf die Unterstützung kubanischer Rebellen gegen Spanien und nach der Schiffskatastrophe auf Krieg. Der USA gelang ein schneller und leichter Sieg gegen Spanien (Seeschlacht in Manila Bay). Puerto Rico und Guam wurden amerikanisch, Kuba wurde nach längerer Besetzung Republik, die USA pachteten den Flottenstützpunkt Guantánamo auf Kuba, die Phillipinen kamen unter amerikanisches Gouvernment. McKinley intervenierte mit amerikanischen Truppen auch in den Boxeraufstand in China und annektierte Hawaii. Am 6.9. 1901 fiel er in Buffalo einem Attentat des Anarchisten Leon Czolgosz zum Opfer.
26 Theodore Roosevelt
*27.10.1858 - †6.1.1919
14.9.1901 bis 3.3.1909 Charles W. Fairbanks R "Teddy" Roosevelt war einer der beliebtesten und möglicherweise innovativsten Präsidenten der USA, nicht zuletzt wohl auch einer der gebildetsten. Obwohl der begabte Schriftsteller und Naturforscher den Krieg glorifizierte, zeichnete sich seine Präsidentschaft durch ausgleichende, ja, relativ "friedliche" Politik aus. Betrachtet man Teddy´s martialische Haltung um Militär, mutet es fast surreal an, daß er wegen seiner Vermittlung im russisch-japanischen Krieg 1905 den Friedensnobelpreis bekam ! Die Persönlichkeit Roosevelt allein könnte hier einige Seiten füllen, u.a. verdankt die USA es diesem Präsidenten, daß es die Nationalparks (und u.a. Büffel) gibt - vom ersten und bisher einzigen Öko-Präsidenten der USA zu sprechen, würde allerdings etwas zu weit führen... es sei denn, man vergleicht ihn mit dem derzeitigen (2003) Präsidenten !
27 William H. Taft
*15.9.1857 - †8.3.1930
4.3.1909 bis 3.3.1913 James S. Sherman R 1912 werden New Mexico und Arizona Mitglied des Staatenbundes.
28 Woodrow Wilson
*28.12.1856 - †3.2.1924
4.3.1913 bis 3.3.1921 Thomas R. Marshall D
29 Warren G. Harding
*2.11.1865 - †2.8.1923
3.4.1921 bis 2.8.1923 Calvin Coolidge R
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30 Calvin Coolidge
*4.7.1872 - †5.1.1933
3.8.1923 bis 3.3.1929 Charles G. Dawes R
31 Herbert C. Hoover
*10.8.1874 - †20.10.1964
4.3.1929 bis 3.3.1933 Charles Curtis R
32 Franklin D. Roosevelt
*30.1.1882 - †12.4.1945
4.3.1933 bis 2.4.1945 John N. Garner, Henry A. Wallace, Harry S. Truman D Roosevelt war der einzige Präsident mit 3 Amtszeiten. Er gilt zurecht als einer des bedeutensten Präsidenten der USA. In seine lange Amtszeit fallen viele wichtige und historische Entscheidungen, die den Rahmen dieser Seite bei weitem sprengen würden. Unvergänglich wird sein Verdienst ( und natürlich der Verdienst des USA ) um die Befreiung Europas von den Schrecken der Naziherrschaft bleiben.
33 Harry S. Truman
*8.5.1884 - †26.12.1972
12.4.1945 bis 20.1.1953 Alben W. Barkley D Truman trifft die Entscheidung zum Einsatz der Atombombe im Krieg gegen Japan. Die Städte Hiroshima und Nagasaki werden ausradiert, Japan kapituliert. Wenngleich Truman die Folgen der unerprobten Waffe, insbesondere der Radioaktivität, zu diesem Zeitpunkt nicht im vollen Ausmaß absehen konnte, so ist diese Entscheidung doch einer der dunkelsten Punkte in der Geschichte der USA und zeigt, wie Krieg Unmenschlichkeit unabhängig von verfolgten Idealen produzieren kann, u.a. weil "der Feind" zum Menschen zweiter Ordnung degradiert wird. 1947 Truman-Doktrin - Zusage von Militär- und Wirtschaftshilfe an alle Nationen, deren Freiheit bedroht ist (Berliner Luftbrücke, Unterstützung Nationalchinas). 1949 Vekündung des "Fair Deal" zur Sicherung der Errungenschaften des "New Deal". 1950 nordkoreanischer Überfall auf den Süden und Beginn des Korea-Krieges - die USA leiten und unterstützen die militärische Hilfe der UN für Südkorea. 1951 löst der Sieg Maos in China und der sowjetische Atomwaffenbesitz eine antikommunistische Hysterie und Hexenjagd ( Senator McCarthy; Todesurteil gegen die Rosenbergs ) in den USA aus. Gegen Truman wird das Nixon-McCarren-Gesetz verabschiedet (u.a. Registrierung sogenannter subversiver Organisationen).
34 Dwight D. Eisenhower
*14.10.1890 - †28.3.1969
20.1.1953 bis 20.1.1961 Richard M. Nixon R Unter Eisenhower und seinem Außenminister Dulles eskaliert zunächst der Kalte Krieg zwischen USA und Sowjetunion, der annähernd die ganze Welt in zwei Teile zerschneidet. Wettrüsten, politische / militärische Erpressung anderer Staaten und Stellvertreterkriege werden diese dunkle Ära kennzeichnen, die erst in den Neunzigern mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion ein wirkliches Ende findet. Das Prinzip des "Roll Back" - Zurückdrängen des Kommunismus - ersetzt die Containment (Eindämmung) der Truman-Ära. Zu Beginn seiner Amtszeit sorgt Eisenhower jedoch zunächst für einen Waffenstillstand in Korea, der jedoch bis heute für starre Grenzen zwischen den beiden Koreas gesorgt hat. Die Eisenhower-Doktrin 1957 - nach den Erfahrungen der Suezkrise - verspricht militärische Hilfe gegen kommunistische Angriffe. 1959 dagegen dann vorerst Tauwetter in den Ost-West-Beziehungen durch die Nixon-Reise in die UDSSR, dafür aber Verschlechterung der Beziehungen zu südamerikanischen Staaten, insbesondere Kuba.
Die Territorien von Alaska (3.1.1959) und Hawaii (21.8.1959) werden die bislang letzten Staaten der USA.
35 John F. Kennedy
*29.5.1917 - †22.11.1963 ermordet
20.1.1961 bis 22.11.1963 Lyndon B. Johnson D JFK´s Amtszeit begann mit Mißerfolgen und einem Desaster, dem gescheiterten Landungsunternehmen von Exilkubanern in der Schweinebucht. Auch in der Folgezeit gelang es Kennedy nicht, Fidel Castro zu stürzen. Im kalten Krieg der Großmächte kam es zum Bau der Berliner Mauer, Kennedy konnte in seiner Deutschlandpolitik "nur" symbolische, aber unvergessene Zeichen setzen ( "Ich bin ein Berliner" ). Die Stationierung von sowjetischen Mittelstreckenraketen auf Kuba führte fast zum militärischen Konflikt zwischen den beiden Großmächten. Doch Kennedy, der die Stationierung verhinderte und dabei angesichts eines möglichen thermo-nuklearen Krieges womöglich die Existenz der Menschheit in die Waagschale warf, setzte sich mit seinem harten Kurs gegen Nikita Chruschtschow durch. Der amerikanische Präsident initiierte in seiner Amtseit das Mondlandungsprogramm der Amerikaner, daß 1969 den ersten Menschen auf den Mond brachte. JFK wurde 1963 in Dallas (Texas) ermordet. Bis heute ist ungeklärt, ob er einem Einzeltäter zum Opfer fiel oder Ziel einer Verschwörung von wem auch immer war - so sind z.B. Kontakte des Kennedy-Clans zum organisierten Verbrechen belegt. Man darf dennoch ohne Übertreibung sagen, daß Kennedy einer der großen und einer der beliebtesten Präsidenten der USA war - insbesondere die Minderheiten in den USA hatten große Hoffnungen auf seine Bürgerrechtspolitik gesetzt. So sind die Namen von Kennedy und Martin Luther King (1962 ermordet) untrennbar miteinander verknüpft. Sein Tod bedeutete das abrupte Ende einer hoffnungsvollen Politik.
36 Lyndon B. Johnson
*27.8.1908 - †22.1.1973
22.11.1963 bis 20.1.1969 Hubert H. Humphrey D
 Der getauschte Tod von Thomas Siebe
37 Richard M. Nixon
*9.1.1913 - †22.4.1994
20.1.1969 bis 9.8.1974 Rücktritt Spiro T. Agnew, Gerald R. Ford R Rücktritt wegen der Watergate-Affäre 1974
38 Gerald R. Ford
*14.7.1913 - †26.12.2006
9.8.1974 bis 20.1.1977 Nelson A. Rockefeller R
39 Jimmy Carter
*1.10.1924
20.1.1977 bis 20.1.1981 Walter F. Mondale D
40 Ronald Reagan
*6.2.1911 - †5.6.2004
20.1.1981 bis 20.1.1989 George Bush R Der erste professionelle Schauspieler unter den Präsidenten gibt sich zunächst kriegerisch und kompromißlos: Im Bürgerkrieg in Nicaragua seit 1982 unterstützt Reagan die rechtsgerichteten Contras gegen die marxistischen Sandinisten. Im Krieg des Irak gegen den Iran (1980-88) wiederum erhält ein Diktator mit dem Namen Saddam Hussein beträchtliche Mittel. Später wird die Iran-Contra-Affäre Reagan in Bedrängnis bringen, Saddam Hussein ist bis heute ein Pfahl im Fleisch der Supermacht USA. Im Afghanistan-Krieg (1979-1988) unterstützen die USA "muslimische Gotteskrieger" gegen die sowjetischen Okkupanten. Unter denen, die von dieser Unterstützung profitieren, ist ein junger saudischer Fanatiker mit dem Namen Bin Laden. 1983 befiehlt Reagan die Invasion der Karibikinsel Grenada, weil er rund 1000 US-Bürger auf der Insel durch die neue marxistische Regierung bedroht sieht. In seiner zweiten Amtszeit dagegen gelingt dem Präsidenten eine Annäherung an die Sowjetunion.
41 George Bush
*12.6.1924
20.1.1989 bis 20.1.1993 Dan Quayle R Auch Bush beginnt seine Amtszeit kriegerisch: Sozusagen im Schatten der Ereignisse in Deutschland 1989 (Fall der Mauer) stürzt der Präsident im Dezember die Regierung Panamas durch eine US-Invasion. Die USA werfen dem Machthaber Noriega Beihilfe zum Drogenschmuggel vor und stellen ihn vor Gericht. Auf der anderen Seite des Atlantiks trägt Bush entscheidend zur Wiedervereinigung Deutschlands bei. Am 2.8.1990 besetzt der irakische Diktator Saddam Hussein Kuwait. Im ersten Irak-Krieg vom 17.1. bis 28.2. 1991 führen die USA eine multinationale Truppe zur Befreiung Kuwaits an, doch der irakische Diktator bleibt an der Macht, die Invasion des Irak bleibt aus.
42 Bill Clinton
*19.8.1946
20.1.1993 bis 20.1.2001 Al Gore D Wegen der Lewinsky-Affäre kam es zu einem gescheiterten Versuch eines Impeachments (Staatsanklage zur Amtsenthebung): Der Präsident sollte zu Fragen in der Affäre mit seiner Praktikantin Monika Lewinsky gelogen haben.
43 George W. Bush
*6.7.1946
20.1. 2001 bis 20.1. 2009 Dick Cheney R Die Wahl von Bush war denkbar knapp, weswegen die Auszählung der Stimmen zum Skandal wurde und das veraltete Wahlssystem in Frage gestellt wurde. Nach dem Anschlag auf das World Trade Center / Pentagon bzw. dem Massenmord vom 11. September 2001 erklärte Bush den Krieg gegen den Terror und führte Kriege gegen das Taliban-Regime in Afghanistan und Iraks Diktator Saddam Hussein. Beide Länder bleiben jedoch trotz Besetzung Unruheherde und auch die Strukturen des internationalen Terrors wurden offensichtlich nicht wirkungsvoll zerstört - im Gegenteil zeichnet sich hier ein Rekrutierungs- und Organisierungsschub für die Terroristen ab. Im "Kampf um die Köpfe" haben westliche Menschenrechts- und Demokratisierungsvorstellungen zudem vorerst eine Niederlage hinnehmen müßen.
Die zweite Amtsperiode des trotz aufgedeckter Lügen um angebliche Massenvernichtungswaffen im Irak wiedergewählten (!) Präsidenten war außenpolitisch geprägt vom nicht enden wollenden Krieg im Irak, der bis 2007 neben 4000 amerikanischer Soldaten mindestens 125000 Irakern das Leben kostete. Innenpolitisch haben die kurzlebigen Konjunkturerfolge ebenfalls nicht überlebt. Der angebliche "Krieg gegen den Terror" hat in den USA zu Einschränkungen von bürgerlichen Freiheiten geführt und wird als Rechtfertigung für viele Maßnahmen herangezogen, die mit dem Schutz von Demokratie und Menschenrechten nicht konform gehen: So präsentierte sich Bush als der erste amerikanische Präsident, der die Folter von Gefangenen praktrisch offiziell eingeführt hat. Im negativen Sinne wird dieser 43. Präsident der USA als der wohl schlechteste Führer seines Landes seit Bestehen der Vereinigten Staaten von Amerika in die Geschichte eingehen. Der von Bush und seiner Regierung angerichtete Schaden für die USA und / oder für westliche Werte ist kaum zu ermessen.
44 Barack Obama
*4.8.1961
20.1. 2009 bis ? Joe Biden D Barack Obama ist der erste dunkelhäutige Präsident der USA. In seiner ersten Amtsperiode hat er außenpolitisch vor allem versucht, die Maßnahmen der Regierung Bush zu korrigieren. Die Geister des 11. September 2001 sind aber auch in seiner Amtszeit noch sehr präsent. Zwar hat Obama einen weitgehenden Abzug der US-Truppen aus dem Irak implementiert und in seiner Amtszeit ist es sogar gelungen, den Staatsfeind Nr. 1, Osama Bin Laden, zu eliminieren (1.5. 2011) , doch konnte die versprochene Schließung des menschen- und völkerrechtlich bedenklichen Gefängnisses auf Guantanamo nicht in die Tat umgesetzt werden. Im Kampf gegen das Terrornetzwerk Al Kaida bzw. im Anti-Terror-Kampf in Afghanistan und Pakistan änderte die Regierung Obama freilich nur die Strategie. An die Stelle der Folter von Terrorverdächtigen, die Obama verbot, trat in seiner Amtsperiode die gezielte, illegale Tötung von Terrorverdächtigen durch sogenannte Drohnen-Angriffe, unbemannte, ferngesteuerte Flugzeuge mit Raketenbewaffnung.
Auch innenpolitisch wird Obama immer wieder von den Folgen der anti-bürgerrechtlichen Offensive der Bush-Regierung eingeholt: So sah er sich gezwungen, am 31. Dezember 2011 ein Sicherheitsgesetz zu unterzeichnen, welches US-Behörden autorisiert, Terrorverdächtige für unbegrenzte Zeit in Haft zu nehmen.
Der amerikanische Bürgerkrieg 1860 - 1865
von Marcus Junkelmann
Taschenbuch 1992- 236 Seiten - Weltbild Buchvlg., Mchn.
Der Amerikanische Bürgerkrieg

Der Amerikanische Bürgerkrieg Teil 1 - 4


Die Videodokumentation über den Bürgerkrieg
• Sprache: Deutsch, • PAL, • Laufzeit: 540 Minuten, EUR 34,99



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Fußnoten

43 Präsidenten leiteten bisher seit 1789 die Geschicke der Vereinigten Staaten von Amerika, die seit 1959 ( Alaska und Hawai ) über 50 Bundesstaaten verfügen. Es sind nur 43, weil Grover Cleveland gleichzeitig der 22. als auch der 24. Präsident der USA war. Er ist der einzige Amtsinhaber, dem es gelang, zwei Amtsperioden mit einer Unterbrechung zu regieren. Franklin Delano Roosevelt ist der einzige Präsident, der drei Amtsperioden im Amt blieb. Richard Milhaus Nixon dagegen ist der einzige Präsident, der mehr oder weniger freiwillig vorzeitig aus dem Amt schied - die Watergate-Affäre. 8 Präsidenten verstarben während ihrer Amtszeit, 4 von ihnen wurden ermordet, alle durch Schußwaffen: Lincoln (John Wilkie Booth) , Garfield ( Charles J. Guiteau und rund 25 Ärzte), McKinley ( Leon Czolgosz ) und Kennedy (Lee Harvey Oswald ) fielen Mördern zum Opfer. Auf Andrew Jackson, Franklin D. Roosevelt, Harry S Truman, Gerald Ford and Ronald Reagan wurden Attentate verübt. Gegen zwei Präsidenten liefen erfolglos Amtsenthebungsverfahren (impeachments): Andrew Johnson und Bill Clinton. 5 Nachnamen tauchen zweimal auf : Adams, Johnson, Harrison, Roosevelt und Bush. In den Fällen Adams und Bush sind dies Vater-Sohn-Verhältnisse. In den Jahren 1841 und 1871 waren wegen des frühen Todes der Amtsinhaber Harrison und Garfield gleich 3 Präsidenten hintereinander an den Macht. 14 spätere Präsidenten hatten zuvor Erfahrung als Vizepräsidenten, 23 waren zuvor einmal Gouverneur gewesen, 22 kamen aus juristischen Berufen , 9 waren zuvor einmal hohe Militärs . Amerikanische Präsidenten sind bis zur Wahl Barack Obamas immer männliche, weiße Amerikaner gewesen - noch nie hat sich bislang eine Frau um das Amt des Präsidenten beworben oder war Vizepräsident.

1 = Die ersten Staaten der Union waren Delaware (7.12.1787), Pennsylvania (12.12.1787) und New Jersey (18.12.1787). Es folgten 1788 Georgia, Connecticut, Massachusetts, Maryland, South Carolina, New Hampshire, Virginia und New York.

Der amerikanische Bürgerkrieg in Augenzeugenberichten
von Victor Austin
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